Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Herausgebers

Unser Außenminister darf alles, nur seine Freundin nicht vernachlässigen!

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 02/14 vom 08.01.2014

Meine sehr geehrten Damen und Herren, einmal im Jahr ist es mir ein Bedürfnis, das Wort an Sie zu richten. Lassen Sie uns heute gemeinsam die große saisonale Sentimentalität bekämpfen. Wie eine Epidemie ist eine Besinnlichkeit ausgebrochen, die uns wieder einmal die Hinfälligkeit unseres Daseins, die Brüchigkeit unseres Wohlstands und die Gefährdung unserer Demokratie vor Augen führen möchte.

Allerdings geht die Epidemie wie eine Grippewelle bald zu Ende, spätestens zu Mariä Lichtmess ist es mit dem Strohfeuer der Weihnachts- und Neujahrsbesinnung vorbei und die Dampfwalze unserer großen realpolitischen Koalition geht gleichgültig über uns hinweg oder hinter uns vorbei.

Mit Mühe sehe ich davon ab, das Wichtigste bereits jetzt zu kommentieren. Der neue Außenminister, so berichtet das amtliche Blatt Österreich, sei dabei, das schwere Mobiliar seines Vorgängers auszuräumen und die Bilder abzuhängen sowie dem Personal das Du-Wort anzubieten. Außerdem mache er Überstunden


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