Raunzt nicht, kauft nicht, denkt selber!

Falter & Meinung | Kommentar: Barbara Tóth | aus FALTER 02/14 vom 08.01.2014

Nichts ist billiger, als die neue Regierung niederzumachen. Was wir brauchen ist politischen Think-Tank-Journalismus

Wenn eine Regierung so lahm und uninspiriert startet wie diese letzte große Koalition der Zweiten Republik es zwischen Weihnachten und Neujahr getan hat, dürfen sich die kritischen Beobachter, das sind vor allem die innenpolitischen Journalisten des Landes, nicht einfach mit Kritik, Spott und Häme begnügen, so wie sie es getan haben.

Das ist billig und einfach und führt nur noch tiefer in jenen "Die Politiker sind doch eh alle Trottel“-Diskurs, der die veröffentlichte Meinung in den letzten Wochen des vergangenen Jahres ohnehin dominierte, im Boulevard genauso wie im Qualitätsjournalismus.

Medien müssen vielmehr aus ihrer alten Rolle des Beobachtens, Begleitens und Bewertens herauswachsen und jene intellektuellen Lücken füllen, die die politischen Eliten ihnen inzwischen reichlich überlassen.

Für den innenpolitischen Journalismus heißt das, dass Redaktionen sich


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