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Politik | aus FALTER 02/14 vom 08.01.2014

Gelesen Bücher, kurz besprochen

Sauschädel vor der Haustür

Irgendwo zwischen Kaffeehaus, weichgekochten Sauschädeln, Bergkameradschaft und dem gemeinsamen Wallfahren soll Journalismus stattfinden. Dieses selbstreferenzielle Biotop aus Journalisten, Politikern und Wirtschaftsleuten gelte es aufzubrechen, schreibt Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid. Ihr Appell an den journalistischen Anstand bei der diesjährigen Theodor-Herzl-Vorlesung kommt im Titel zwar nicht ohne Korruptionistenvokabular aus, ist aber besonders aufgrund der selbstkritischen Reflexion lesenswert.

Föderl-Schmid benennt die Blockierer im Kreis der Chefredakteure, die sich nicht von ethischen Standards, Selbstkontrolle und dergleichen ihr gut geöltes Geschäft beschneiden lassen wollen. Und sie benennt auch ein großes Missverständnis des österreichischen "Qualitätsjournalismus“: Dass nämlich selbst kritische Geister urplötzlich jene Art von Kampagnenjournalismus erwarten, der bei Boulevardmedien


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