Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Der Jungbrunnen der pinken Partei sucht eine Bleibe

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 02/14 vom 08.01.2014

Neos Lab, die neue Parteiakademie: Hintergrundfarbe pink, seit Dienstag am Werken, ausgestattet mit 1,1 Millionen Euro Förderung und acht Mitarbeitern, Stoßrichtung pragmatisch statt ideologisch. Kernthemen: Europa, Bildung und Generationengerechtigkeit. Das Einzige, was dem Thinktank der Neos jetzt noch fehlt, ist ein Standort.

"Das Neos Lab soll ein Jungbrunnen sein. Wir wollen Leute reinholen, die Politik nicht so interessiert“, sagt Josef Lentsch, Leiter der pinken Parteiakademie. Weil viel Steuergeld in den politischen Jungbrunnen fließt, soll Neos Lab einen Forumscharakter bekommen. "Es soll also nicht am Stadtrand sein, wo man nicht hinkommt“, sagt Lentsch. Ziel sei nämlich, die Schwelle für mitarbeitswillige Bürger so niedrig wie möglich zu machen - da mache es eben auch einen Unterschied, ob das Büro zentral liegt oder ob man dafür ewig durch die Stadt gondeln muss.

Vorerst haben sich die Mitarbeiter einmal oberhalb des altehrwürdigen Cafe Ritter im 6. Bezirk einquartiert, nämlich im Working Space NENO, das laut Eigenbeschreibung "Städte-Nomaden ein zu Hause“ gibt. Künftig will Neos Lab auch die Länder bereisen. "Wir wollen eine österreichweite Geschichte daraus machen.“


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