Nachgetragen  Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Mehr Autos in Wien, aber weniger in den Innenbezirken

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 02/14 vom 08.01.2014

Seit Monaten füllt der Streit über den Umbau der Mariahilfer Straße die Wiener Gazetten, aber was wurde eigentlich aus dem Aufregerthema von 2012, dem Parkpickerl? War die Idee "Anrainer zahlen und bekommen dafür leichter einen Parkplatz“ doch ein Erfolg? Die Stadt sagt: Ja. Und beruft sich dabei auf eine groß angelegte Studie, die sie selbst in Auftrag gab und noch nicht veröffentlicht hat. Öffentlich wurde bislang nur ein Teilergebnis, nämlich die Antwort auf die Frage: "Haben Sie große Schwierigkeiten, bei Nacht einen Parkplatz zu finden?“ Im Vergleich zum Jahr 2008, in dem dieselbe Frage gestellt wurde, hat sich die Lage der Befragten in allen neuen Parkpickerl-Bezirken verbessert - zum Teil dramatisch. In den Bezirken Währing und Favoriten hingegen, die das Parkpickerl ablehnten, hat sich die Lage verschlimmert. Sagt die Umfrage.

Handfeste Zahlen gibt es stattdessen zu einem ähnlichen Thema, nämlich der Zahl der Privatautos in Wien. Die hat von 2007 bis 2013 von rund 570.000 auf rund 586.000 zugenommen. Spannendes Detail: Während die beiden flächenmäßig größten Bezirke Donaustadt und Floridsdorf massiv zulegten, ging die Zahl der Autos in den Innenstadtbezirken zurück - in jedem einzelnen (Bezirke 1 bis 9).


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