Zeit am Schirm

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 02/14 vom 08.01.2014

TV-Kolumne

Wenn die Schneelandschaft in der Dämmerung eine graublaue Färbung bekommt und im Westen ein letzter heller Schimmer an den strahlend sonnigen Tag erinnert. Wenn die Schuhe im Schnee knirschen und am Himmelszelt Myriaden von Sternen funkeln, während die letzten Skifahrer abwärts sausen. Wenn am Abend in einem offenen Kamin die Holzscheite knistern und sich allmählich in Glut verwandeln, heiß genug, um ein blutiges Stück Rindfleisch zu grillen. (Währenddessen bekommt der Blaufränkische eine dem Gaumen genehme Temperatur) Wenn allmählich der von einem kalten Tag im Gebirge strapazierte Körper auftaut und die Backen rot anlaufen von der Wärme des Feuers. Wenn das fette Essen und der schwere Wein eine wohlige Müdigkeit hervorrufen, und man es kaum mehr schafft, sich in Richtung Federbett zu schleppen.

Dann geht wieder einmal ein wunderbarer Tag ohne nerviges Fernsehprogramm zu Ende.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige