Die dummen Streiche der Reichen

Feuilleton | Analyst: Michael Omasta | aus FALTER 02/14 vom 08.01.2014

Eine bizarre Banker-Bio als grelles Spektakel: Martin Scorseses "The Wolf of Wall Street“

Gier ist gut“, feuert Jordan Belfort seine Mitarbeiter an, "Geld macht dich zu einem besseren Menschen!“ Dann wird ein eigens bestellter Zwerg ausgepackt, an Händen und Füßen ergriffen und gegen eine Zielscheibe gedonnert. Und schließlich machen die Nutten sich ans Werk.

Arbeitsalltag bei Stratton Oakmont, einer Brokerfirma auf Long Island. Der historische Jordan Belfort (Jg. 1962) stockte die dahindümpelnde Investmentfirma um höchst zweifelhafte Finanzprodukte auf und machte diese dadurch binnen kürzester Zeit zur Goldgrube. 1996 ging das Unternehmen, das Anleger um 250 Millionen Dollar erleichtert hat, plötzlich krachen, und sein Erfinder für nicht einmal zwei Jahre hinter Gitter - als reumütiger, geständiger Whistleblower!

Während der 22 Monate im Häfn schrieb Belfort diese erstaunliche Geschichte in Form eines autobiografischen Romans mit dem Titel "The Wolf of Wall Street“ nieder.


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