Fliesen, die wie Honig fließen

Stadtleben | Spurensuche: Maya Mckechneay | aus FALTER 02/14 vom 08.01.2014

Eine Ausstellung spürt dem Erbe der Wiener Keramikfabrikanten Schwadron nach

Die interaktive Ausstellung "Brüder Schwadron - call to mind“ spürt der Hinterlassenschaft der Wiener Keramikfabrikanten Schwadron nach. Deren alltagselegante Arbeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts findet sich überall in der Stadt - nur, wie lange noch?

Da ist zum Beispiel der Elsa-Hof in der Neubaugasse 25, ein äußerst sympathisches Mietshaus aus dem Jahr 1911, dessen sommerlich verspielte Fassade sich auch von einem ins Erdgeschoß gepatzten Gourmet-Supermarkt nicht die Laune verderben lässt.

Bis vor wenigen Jahren konnte man das angelehnte Haustor aufdrücken, einen Schritt in die weitläufige Einfahrt machen und fühlte sich auf der Stelle wie in Honig getaucht: tausende Glaslasurfliesen der Firma Schwadron reflektierten das Tageslicht in warmem Dunkelgelb, jede von ihnen mit ihren Krakelee-Rissen und eingeschlossenen Luftbläschen individuell gealtert. Nur ein Schritt neben der wimmeligen Einkaufsstraße


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