Betragensnote Ulrich: sehr brav

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 02/14 vom 08.01.2014

Das ehemalige Spatzennest am Ulrichsplatz wurde zur adretten Szenehütte

Schon klar, Punk ist tot. Destruktion wurde als destruktiv erkannt. Bewusstsein, Verantwortung und Individualität betreiben den Gesinnungsmotor. Eh super.

Könnte allerdings sein, dass uns das recht bald ein bisserl fad wird. Also zumindest, was die Lokale betrifft. Fast alles, was in den vergangenen Monaten aufmachte, war unheimlich nett, unheimlich positiv und unheimlich Mainstream-orientiert. Die argen, extravaganten, speziellen Sachen zogen sich in eine nur für eine informierte Minderheit wahrnehmbare Pop-up-Nische zurück.

Das neue Ulrich, vom ehemaligen Café-Halle-Mann Gerald Bayer kurz vor Weihnachten am Ulrichsplatz eröffnet, ist an Nettheit jedenfalls kaum zu übertreffen. Schon der Platz mit dem barocken Kircherl ist so unglaublich nett, bei Schneelage kann man hier rodeln; ein paar nette Boutiquen, Galerien und einen netten Bürgergarten gibt’s. Eines der nettesten Stadt-Hotels ist gleich ums Eck, der


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