Das lustige Generationentreffen

Die steirischen Kabarettisten Martin Puntigam und Paul Pizzera stehen mit ihren neuen Programmen auf der Bühne

Steiermark | Tiz Schaffer | aus FALTER 02/14 vom 08.01.2014

Martin Puntigam und Paul Pizzera spielen dort, wo österreichische Kabarettisten in Graz ihre neuen Programme meistens vorstellen - im Theatercafé. Dort kommt es also nun, wenn man so will, zu einem Generationentreffen.

Der gebürtige Grazer und heute in Wien lebende Puntigam wurde 1969 geboren und gehört mittlerweile zu den alten Füchsen der Kabarettszene. Im Trio mit den Science Busters ist er ein Superstar der Wissenschaftsunterhaltung, zuletzt traten sie gar in der Wiener Stadthalle auf. Als Solist sind ihm die großen Hallen nicht gegönnt, "zu extrem, zu absurd und zu pornografisch", wie im Falter zu lesen war, sind seine Programme. So ging es etwa in seinem letzten, "Atomic Wedgie", um die Finanzkrise und ziemlich unkorrekte Überlebensstrategien. Sein neues Programm "Supererde" (Di, 20 Uhr, Premiere) sorgte schon im Vorfeld für Aufregung, weil das Ankündigungsplakat, auf dem Puntigam mit einer Feuerwerksrakete im Popo vor einer Wand mit dem Spruch "Fick die P****ei" zu sehen war, vom Österreichischen Werberat zensiert wurde. Nicht nur das Plakat, auch das Programm ist hart: Ein koksender Kinderfernsehmoderator mit kaputter Familie träumt davon, auf einem weit entfernten Planeten in ein neues Leben zu starten.

Wie Puntigam hat auch Pizzera den Grazer Kleinkunstvogel gewonnen. Bei Puntigam ist das schon ein Zeiterl her, Pizzera bekam ihn 2011. Der Mittzwanziger gehört, wie ebenfalls auf diesen Seiten bereits zu lesen war, zu den "erfrischendsten neuen Gesichtern" der Kabarettszene, als "Sonnyboy mit lausbübischem Charme" wurde er gelobt. Das neue Programm, sein zweites übrigens, heißt "Sex, Drugs & Klei'n'Kunst", man darf nicht zuletzt mit eigenwilligen Stromgitarren-Coverversionen rechnen. Offiziell ist sein Gig im Theatercafé, der vom 7.-11.1. jeweils um 20 Uhr über die Bühne geht, bereits ausverkauft, man muss also auf Restkarten hoffen. Besser stehen die Chancen für seinen Auftritt im Fürstenfelder Grabher-Haus am 17.1. um 20 Uhr.


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