Theater Kritiken

Liebesgeschichte mit Variationen

LEXIKON | WK | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

Marianne und Roland begegnen einander auf einer Grillparty. Sie versucht ein Gespräch zu beginnen. Er sagt: "Ich lebe in einer Beziehung." Eigentlich wäre das Stück jetzt zu Ende. "Konstellationen" aber geht noch 70 Minuten weiter. Die Szene wird nämlich so lange variiert, bis endlich ein Flirt daraus wird. Der englische Dramatiker Nick Payne hat sich für sein Stück von der Multiversum-Theorie aus der Quantenphysik inspirieren lassen, wonach alle möglichen Entscheidungen in parallelen Universen gleichzeitig existieren. In der deutschsprachigen Erstaufführung des smarten well-made plays spielen Nicola Kirsch und Thiemo Strutzenberger im Schnelldurchlauf und in der Möglichkeitsform die Phasen einer Beziehung durch. Das macht Spaß, aber wenn es dann auch noch ernst werden soll, ist das ein Paralleluniversum zu viel.

Schauspielhaus, Di 20.00


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