Diagnose: Fehler im System Hartmann

Falter & Meinung | Kommentar: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

Der Fall Stantejsky ist mehr als eine juristische Causa. Er ist Symptom für vieles, woran das Burgtheater krankt

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit ist das Burgtheater mit Vorgängen im Gerede, die nicht auf, sondern vor oder hinter der Bühne stattfinden. Im Oktober meldete sich, beim Jubiläumskongress des Theaters, ein Billeteur zu Wort, der die "Auslagerung“ des Publikumsdienstes an den Securitykonzern G4S anprangerte. Der Mann war daraufhin seinen Job los.

Jetzt wurde bekannt, dass Silvia Stantejsky, die Vizedirektorin des Burgtheaters, Mitte November fristlos entlassen worden war. Ob es rechtens ist, eine seit mehr als 33 Jahren am Haus beschäftigte Mitarbeiterin derartig brutal abzuservieren, wird nach derzeitigem Stand der Dinge das Arbeitsgericht zu klären haben (siehe dazu den Artikel auf Seite 30).

Stantejskys Fall geht über die konkrete Frage nach dem Entlassungsgrund aber weit hinaus - und zwar ganz unabhängig davon, was wirklich dran ist an den Vorwürfen gegen die


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