Kolumne  Außenpolitik

Ein Lichtblick im Maghreb: Tunesiens kleines Wunder


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

In Tunesien, dem Land, in dem die Revolte gegen die arabischen Diktatoren begonnen hat, brennen wieder Polizeikommissariate und Rathäuser. Preiserhöhungen für Benzin und Grundnahrungsmittel treiben die Jugend auf die Straße. Scheinbar ganz so wie vor drei Jahren, als sich die Menschen mit dem Gemüseverkäufer Mohammed Bouazizi in der Stadt Sidi Bouzid solidarisierten, der sich aus Verzweiflung über seine Ohnmacht gegen die Übergriffe der Polizei selbst verbrannte. Letztes Jahr hat sich ein Selbstmordattentäter an einem beliebten Badeort in die Luft gesprengt. Im Parlament in Tunis hat die islamistische Ennahda-Partei das Sagen.

Aber ungeachtet aller Turbulenzen passiert in dem nordafrikanischen Land ein kleines demokratisches Wunder. Die Islamisten, die großen Sieger der Wahlen von 2011, akzeptieren, dass sie nicht frontal gegen den laizistischen Teil der Gesellschaft regieren können. Regierungschef Ali Larayedh hält sich an einen Deal mit den Gewerkschaften und macht einem Expertenkabinett

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