Mediaforschung  Verführungskolumne

Warum sollen wir Skifahren wie damals, Herr Purt?

Medien | Barbara Tóth | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

Wie kann man als nettes, kleines Skigebiet vor Ort mit den hochalpinen Winterarenas und gigantischen Schneefunparks in den Alpen mithalten? Diese Frage stellten sich auch die Manager der "Wiener Alpen“, des Mostviertel Tourismus und der Niederösterreichischen Bergbahnen - kurz, jene Menschen, die für die Skigebiete rund um Wien und in Niederösterreich verantwortlich sind.

Herausgekommen ist eine hübsche Plakatkampagne mit Retrofeeling, die derzeit in Wien zu sehen ist und geschickt an die Kindheitserinnerung der Zielgruppe, die junge Elterngeneration in ihren Dreißigern, anknüpft.

"Skifahren wie damals“, lautet der Slogan. Ja, damals, als man noch enge Jet-Hosen und taillierte Skijacken trug (die beide jetzt auch wieder modern sind). Aber auch damals, als Skifahren noch ein normaler, leistbarer Familienspaß war - und nicht ein exklusives Vergnügen, das für eine Jungfamilie in der Hochsaison beinahe unleistbar ist. "Oft haben wir von unseren Besuchern gehört: Wir kennen euch noch von damals“, erzählt Andreas Purt von Mostviertel Tourismus, "jetzt kommen wir mit unseren Kindern wieder. Das war unser Ansatz.“

Die Plakate entwarf die Wiener Agentur Superfi. 450 Stück hängen derzeit in Wien, die Straßenbahnlinie 71 wurde als Ganzes gebrandet. Geworben für das Skivergnügen rund um Wien wird übrigens auch in den Nachbarstädten Bratislava, Budapest und Brünn. Allerdings mit anderen Motiven. Der Slogan "Skifahren wie damals“ würde im ehemaligen Ostblock ganz sicher nicht so schöne Erinnerungen wecken.


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