Searching for Orgelman

Feuilleton | Spurensuche: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

Die seltsame Geschichte des nigerianischen Funkkeyboarders William Onyeabor

Alle lieben ein Happy End. In der Musik gibt es inzwischen einige Geschichten einst erfolgloser Musiker, die es Jahrzehnte später dann doch geschafft haben. Man denke nur an den US-Singer/Songwriter Sixto Rodriguez, dessen zwei Alben Ende der 1960er floppten und der sich daraufhin aus dem Musikgeschäft zurückzog. Der Oscar-prämierte Film "Searching for Sugar Man“ erzählt, wie Rodriguez später in Südafrika zum Star wurde, ohne davon zu wissen. Inzwischen tourt er wieder, am 26. März spielt er in der Wiener Stadthalle.

Solche Geschichten später Gerechtigkeit erwecken den Anschein, dass es jeder mit besonderem Talent schon irgendwann schaffen wird. Tatsächlich kommen auf jeden "Sugar Man“ mindestens 100 ähnlich talentierte Typen, die vergessen bleiben.

Ein ganz eigener Fall ist der Nigerianer William Onyeabor. Er nahm in den späten 1970ern praktisch in Alleinregie eine Reihe von Alben auf, die kaum jemand


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