Storys, die das Leben schrieb

Feuilleton | Panoramaschwenk: Michael Omasta | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

Dreimal Black Cinema, dreimal Verdacht auf diverse Oscars - die sich "12 Years a Slave“ auch wirklich verdient hätte

Über kaum eine bedeutende Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts gibt es derart viele mittelmäßige Filme wie über Nelson Mandela. Die jüngste Verfilmung seiner packenden Autobiografie bestätigt diesen Befund. Insgesamt 16 Jahre lang haben der südafrikanische Produzent Anant Singh und der englische Drehbuchautor William Nicholson an "Mandela: Long Walk to Freedom“ gearbeitet. Doch auch was das Ergebnis angeht, liegt die Betonung hier eindeutig auf "long“.

Nicht der hagiografische Zugang des Films ist das Problem, sondern das Bemühen um Vollständigkeit. In schlechter alter Hollywoodmanier werden dazu Privates und Politisches miteinander verknüpft. Die Liebesgeschichte - später Liebestragödie - von Nelson Mandela und seiner Frau Winnie wird zur Metapher für den Kampf um Südafrikas Freiheit und gipfelt in Mandelas unsäglich papierenem Satz: "Ihr einziger Sieg


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