Donnernde Kanonen, schweigende Musen

Feuilleton | Frontbericht: Matthias Dusini | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

Das Programm der Wiener Museen anlässlich der 100. Wiederkehr des Ersten Weltkriegs ist eine Niederlage

Die Wiener Museen gehen mit großer Gelassenheit an das Thema Erster Weltkrieg heran. Große Institutionen wie das Museum moderner Kunst, die Albertina oder das Museum für angewandte Kunst (Mak) verzichten auf eine Präsentation, obwohl der Krieg viele Spuren in der Kunst und den öffentlichen Sammlungen hinterließ.

Das Mak etwa besitzt Beispiele des patriotischen Designs der Wiener Werkstätte. Und das Kunsthistorische Museum verlor nach dem Kriegsende 1919 einen Teil seiner Bestände italienischer Malerei an den siegreichen südlichen Nachbarstaat.

Dem Heeresgeschichtlichen Museum wiederum gehören einige zentrale Relikte oder Reliquien des Ereignisses, etwa der blutgetränkte Rock des Thronfolgers Franz Ferdinand. Das Attentat auf den Erzherzog am 28. Juni 1918 in Sarajevo gilt als Auslöser des Ersten Weltkriegs.

Aufgrund von Umbauarbeiten im Bereich des Ersten Weltkriegs kann es im


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