Urbanes Betragen

Stadtleben | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

Benimmfibel für Großstadtmenschen (147)

Frau S. fragt, ob sie sich während der Zugfahrt ihrer Schönheitspflege widmen darf, wie etwa dem Schneiden und Feilen der Fingernägel oder dem Pudern der Nase.

Mit Verlaub: Widerlich, werte Frau S.! Bitte keinesfalls die Fingernägel in den Öffentlichen schneiden! Wohin auch mit dem anfallenden Abschnitt? Wollen Sie die kläglichen Reste Ihrer selbst dann einfach zu Boden schmeißen? Oder haben Sie für solche Fälle immerzu ein Handtuch in der Tasche? Wohl kaum. Von der Schönheitspflege in der Öffentlichkeit, zumal wenn dabei Körperreste anfallen, ist tunlichst abzuraten. Das simple Nachziehen des Lippenstifts sei gestattet, denn dabei entstehen keine Abfallprodukte. Das Nasepudern ist ein Grenzfall, der gerade noch durchgeht, weil Puder nichts Unhygienisches hat. Generell stellt sich aber die Frage, warum Sie Ihre Körperpflege nicht daheim absolvieren.

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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