"Illegal durch staatliche Entscheidung“

Steiermark | Interview: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

Die Soziologin Brigitte Kukovetz hat Menschen getroffen, die weder in Österreich bleiben noch ausreisen dürfen

Im Anhaltezentrum Vordernberg werden diese Woche die ersten Schubhäftlinge eintreffen. Von hier aus werden sie abgeschoben werden; der Großteil jedenfalls. Was nämlich kaum bekannt ist: In Österreich leben zahlreiche Menschen, deren Asylantrag längst abgelehnt worden ist und die abgeschoben werden sollten, teils auch in Schubhaft kommen - aber letztlich nicht abgeschoben werden. Meist, weil es rechtlich gar nicht möglich ist. Mit ihnen hat sich die Grazer Soziologin Brigitte Kukovetz in ihrer Dissertation befasst. Der Staat, sagt sie, mache diese Menschen handlungsunfähig: Sie dürften nicht mehr hier sein, ebenso wenig dürfen sie ausreisen. Die Behörden wissen, dass sie da sind, dennoch können sie für ihre Anwesenheit bestraft werden. "Wer wird abgeschoben und wer nicht? Und was bedeutet das für die Betroffenen und ihre Handlungsmöglichkeiten?“, wollte Kukovetz


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige