Der Fall Liza K.: "Dieses System ist absurd, ineffizient und schikanös“

Steiermark | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

:: Selbst Freunde und NGO-Mitarbeiter, die ihr helfen wollten, hatten der jungen Inguschin gesagt: "Tut mir leid, Liza: Da kann man nichts mehr machen.“ Frau K. war damals schon fünf Jahre mit ihren beiden Söhnen in Österreich, nun sollten sie endgültig in den Kaukasus abgeschoben werden.

Ihr Mann sei in den Tschetschenienkrieg verwickelt gewesen, sagt Frau K. Irgendwann kam er nicht mehr zurück, stattdessen läutete nun ständig nachts die Polizei. Ihr Cousin, ein Kameramann, sei verschleppt worden, zurückgekommen sei nur die Asche. Den Schwager habe ein Polizist erschossen. Was mit ihrem Mann passiert ist, weiß sie bis heute nicht.

2005 macht sich die 26-jährige mit ihren Buben, drei und fünf Jahre alt, auf nach Österreich - ihre Schwester hat hier Asyl bekommen. In Polen wird die Familie allerdings aufgegriffen, laut den Dublin-Regeln ist Polen nun für ihren Asylantrag zuständig. Dennoch reisen die drei, versteckt in einem Lkw, in Österreich ein.

Die Familie kommt nach


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