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Aufbruch: Reisen, ohne das Zimmer zu verlassen

LEXIKON | SF | aus FALTER 03/14 vom 15.01.2014

Dass Romanfiguren standhaft in ihrer Wohnung, ihrem Zimmer oder gar ihrem Bett bleiben, passiert immer wieder. Man denke nur an Joris-Karl Huysmans und Des Esseintes, den dekadenten Helden seines Romans "Gegen den Strich", der seine Pariser Wohnung nie mehr verlassen will, sich dazu von der Außenwelt abschottet und jedes Zimmer "mit reiner künstlerischer Artifizialität" einrichten lässt. Die Konzentration auf einen sehr überschaubaren Raum ist nicht bloß eine Beschränkung, sie bietet Autoren auch besondere Möglichkeiten. Daran dachte wohl auch der österreichische Autor und Musiker Alfred Goubran (Jg. 1964). In "Durch die Zeit in meinem Zimmer" erzählt den "Roman einer Reise". Seine Hauptfigur Elias reist, ohne das Zimmer zu verlassen - oder am Ende doch? Buchpräsentation mit Musik. Moderation: Michael Hammerschmid.

Thalia 1030, Mi 19.00


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