Kunst Vernissagen

Die grotesken Wesen des malenden Kustos

Lexikon | NS | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Surrealistisch, neusachlich, altmeisterhaft: In der Malerei des erst in den 1990er-Jahren wieder neu entdeckten Franz Sedlacek steckt einiges drin. Der Künstler, der seine stärksten Werke in der Zwischenkriegszeit schuf, fertigte zunächst Grafiken und Karikaturen an. Er studierte Chemie und war als Kustos am Technischen Museum tätig, verfolgte aber parallel seine künstlerische Laufbahn weiter. Groteske Gestalten bevölkern Sedlaceks Gemälde ebenso wie er christliche Motive verewigte oder Anleihen bei der deutschen Romantik nahm. Die in abgewandelter Form aus der Landesgalerie Linz übernommene Ausstellung umfasst knapp 50 Bilder des Künstlers, von dem die Hauptwerke "Der Chemiker" und "Winderlandschaft" aus der Sammlung des Wien Museums stammen. Der zu Lebzeiten erfolgreiche Künstler blieb 1945 an der Front verschollen.

Wien Museum, Mi 19.00; bis 21.4.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige