Im Gegenwind

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

In Niederösterreich wirbeln Bürgerinitiativen gegen Windkrafträder. Zu Recht?

Gerhard Herndl zieht sich seine schwarze Jacke an, steigt in seinen Rover und fährt hinaus aus der Waldviertler Ortschaft Oberhöflein, hinein in den Wald. Er zeigt auf die Buchen, Eschen, Föhren und Tannen. "Da sollen sie reinkommen“, sagt Herndl, "der Wald wird massiv zerstört.“ Sie, das sind die Windkrafträder, die er verhindern will. 140 Meter hoch der Turm. Mit Rotorblättern: 200 Meter. "Das ist schon eine unglaubliche Höhe“, sagt Herndl, "wesentlich höher als der Stephansdom.“

Vor zweieinhalb Jahren zog er mit seiner Lebensgefährtin Bettina Löscher von Wien ins Waldviertel. Eine Region, die mit unberührter Natur wirbt, mit sanften Wiesen und natürlichen Laubwäldern. Ruhe wollten die beiden dort finden. Kämen die Windräder, dann würde das Gebiet am Nationalpark Thayatal bald wie ein Industriegebiet aussehen, befürchtet Herndl. "Es ist eine Zerstörung der Natur und Kulturlandschaft


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