Die Blindheit der Beatrix Karl

Politik | Erwiderung: Werner Vogt | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Ein Einspruch gegen "die letzte große Rede“ der abgesetzten Justizministerin, die einem NS-Opfer einen Orden verweigerte und ihr Haus auch noch lobte

Drei Tage nach Weihnachten quälte uns die Presse mit einer Seite Beatrix Karl. In der angekündigten "letzten großen Rede“ widmet sich die abgesetzte Justizministerin "Österreichs zerbröselndem Opfermythos“ und lässt "die Geschichte der justiziellen Verfolgung von nationalsozialistischen Verbrechen Revue passieren“.

NS-Verbrechen als Revue, das ist eben Karl-Ministerium. Sie hat keine Ahnung, will vertuschen was das Ministerium weiß, dass nämlich das Justizministerium Jahrzehnte eher Opfer gequält als Täter verfolgt hat - und die Opfer noch heute nicht ehren will.

Immer gut sind Einteilungen. Wie es verschiedene Regenwürmer gibt - junge, alte, dicke, dünne -, so gibt es bei Karl vier historische Phasen des Umganges mit schwerer Schuld in einem Ministerium, das bald nach 1945 auf Unschuld aus ist.

Zuerst die Phase "des Elans“:


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