Alles, nur kein Rezept für Österreich


Rezension: Barbara Tóth
Politik | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Eine Festschrift beschäftigt sich mit dem unterschätzten Thema der politischen Kulinarik

Jetzt, wo die österreichische Regierung versucht, mit neuem, liebevollerem Stil ins neue Arbeitsjahr zu starten, wird es sie vielleicht wieder öfter geben: diese wohlinszenierten Treffen, bei denen Rote und Schwarze gemeinsam essen und trinken.

Wie im Privatleben gilt auch in der Politik, dass sich am gedeckten Tisch Probleme leichter ausräumen lassen als am ungedeckten. Im Zweifelsfall kann man sie zumindest wegtrinken.

Am Tisch lassen sich aber auch Macht und Herrschaft demonstrieren. Nicht umsonst aß der französische König Ludwig XVI. aus goldenen Schalen, seine Gäste nur aus silbernen. Römische Kaiser liebten es, Zutaten aus fernen, von ihnen dominierten Regionen aufzutragen - als Zeichen ihrer Weltmacht.

Solche und viele andere Beispiele finden sich in dem Sammelband "Aus dem politischen Küchenkabinett“, der sich des etwas unterschätzten Themas der "gustatorischen Symbole in der Politik“

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