Technik  

Hübsch! Aber wer so etwas braucht, wissen wir nicht

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Wissen Sie, wie spät es ist? Aber natürlich, werden Sie sagen - und auf Ihre Uhr schauen, falls Sie eine haben. Das ist schon einmal der erste und keineswegs triviale Grund, eine Armbanduhr zu tragen. Sie zeigt uns die Zeit an, dadurch erweitert sie unsere Fähigkeiten, unseren Geist. Natürlich gibt es noch andere Gründe. Da ist das ästhetische Statement. Oder der Zauber filigraner Handwerkskunst. Aber was ist der Grund, eine digital vernetzte Uhr, eine sogenannte "Smartwatch“ zu tragen? Nehmen wir etwa die Sony Smartwatch 2 (179 Euro). Die "Uhr“ sieht ganz schick aus, und es gibt sie in verschiedenen Farben. Die Idee hinter jeder Smartwatch ist, dass sie mit dem Handy kommuniziert. So lässt sich das Sony-Gerät per Bluetooth an jedes Android-Handy (ab Version 4.0) koppeln.

De facto funktioniert die Uhr wie ein zweiter Bildschirm, man sieht eingehende Anrufe, Mails oder Facebook-Updates. Der 1,6-Zoll-Touchscreen ist winzig, aber er reicht zumindest, um eine SMS zu lesen, ohne das Smartphone aus der Tasche zu kramen. Im Google Play Store gibt es mittlerweile etliche Apps für die Smartwatch, etwa Kalender oder Fitnesstracker. Das ist alles schön und gut. Aber was bislang fehlt, das ist der entscheidende "Zusatznutzen“. Eine Smartwatch hat nur Sinn, wenn sie unsere Fähigkeiten erweitert. Auch die Sony Smartwatch 2 zeigt übrigens die Zeit an. Aber das kann jedes normale Handy auch.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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