Ein Spaß, aber kein Ponyhof

Reportage: Florian Obkircher | Feuilleton | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Die österreichische Popszene präsentierte sich geballt beim Eurosonic Festival im niederländischen Groningen. Wie ist es ihr dort ergangen?

Drei vermummte Typen in weißen Schutzanzügen ziehen mit Synthesizern über den Marktplatz, aus dem Bauchladen-Lautsprecher brummen Elektroniksounds. Passanten zücken ihre Handys und machen Fotos. Über den Hintergrund der Aktion verrät die Tafel über den Köpfen des Trios: "Gudrun von Laxenburg, tonight at News Cafe.“

Außergewöhnliche Werbemaßnamen sind im niederländischen Groningen gefragt. Denn die Wiener Techno-Punks wissen: Sie sind nur eine von 300 Nachwuchsbands, die an diesem Wochenende beim Eurosonic-Festival um Aufmerksamkeit buhlen. Vier Nächte voller Konzerte an 36 Locations. Dazu Diskussionsrunden, Vorträge - und jede Menge Networking. Denn vor allem ist das Festival ein riesiger Musikbranchentreff. Ein Zehntel der 30.000 Besucher sind Journalisten, Manager und Konzertbooker aus ganz Europa, die anreisen, um das nächste große

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