Die Mühsal der Eltern, das Glück der Söhne

Feuilleton | Seligpreisung: Klaus Nüchtern | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

John Williams’ "Stoner“ wurde erstmals ins Deutsche übersetzt. Der Roman ist die Entdeckung der Saison!

John Williams’ "Stoner“ erschien 1965 und galt selbst im anglo-amerikanischen Raum als "der großartigste Roman, den Sie noch nie gelesen haben“ (Sunday Times). Nun aber wohnen wir der Kanonisierung dieses etwas anderen Campus-Romans sozusagen "live“ bei. Begonnen hat sie 2006, als die New York Review of Books "Stoner“ in ihre "Classics“-Reihe aufnahm.

Fünf Jahre später setzte die europäische Euphorie ein: Die Schriftstellerin Anna Gavalda war von der Lektüre dermaßen begeistert, dass sie den Roman selbst ins Französische übersetzte, der dann auch in Italien oder den Niederlanden für überraschend hohe Auflagen sorgte. Und zuletzt lobte auch das deutsche Feuilleton die erste, von Bernhard Robben besorgte und im vergangenen Herbst erschienene Übersetzung in seltener Einmütigkeit. "Stoner“ sei "die beglückendste Wiederentdeckung“ des vergangenen Jahres, schrieb


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