Kohlrabi-Carpaccio à la Sarah Wiener

Feuilleton | Theaterkritik: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Best of Bobo: die Salonkomödie "Der diskrete Charme der smarten Menschen“ im Tag

Unaufhaltsam schreitet die Gentrifizierung voran. Jetzt haben die Bobos sogar schon die Bühne des Theaters an der Gumpendorfer Straße (Tag) erobert. Sie tragen zwar französische Namen wie Jean-Pierre oder Bulle, sind offensichtlich aber Kreative aus den Wiener Innenbezirken. Einer schreibt Kinderbücher, eine hat ihr Lokal verkauft und "macht jetzt Design“, ein anderer hat eine Anwaltskanzlei, natürlich spezialisiert auf Asylrecht.

Die sechs Figuren aus "Der diskrete Charme der smarten Menschen“ basieren auf Interviews, die die Schauspieler mit Wiener Bobos geführt haben. Die Dialoge hat Regisseur Ed. Hauswirth (vom Grazer Theater im Bahnhof) dann gemeinsam mit dem Ensemble bei den Proben entwickelt.

Der Titel zitiert Luis Buñuels Filmklassiker "Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ von 1972, der für das Stück mehr Vorbild als Vorlage war. Konkret wurden aus dem Film nur die Namen der Figuren (sie


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