Ein bisschen Spaß muss sein

Feuilleton | Theaterkritik: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Unterhaltungssucht und Depression: der Romanziegel "Unendlicher Spaß“ in der Garage X

Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace (1962-2008) zu lesen ist eine Grenzerfahrung. 1547 Seiten umfasst die deutsche Version des im Original 1996 als "Infinite Jest“ erschienenen Romans, der ein düsteres Bild der amerikanischen (= westlichen) Leistungs-, Medien-, Drogen- und Spaßgesellschaft zeichnet.

Nicht nur seine Länge bereitet Probleme. Man fühlt sich bei der Lektüre hin und her gerissen: Wallace schrieb einige der brillantesten Sätze und Einfälle, die man je lesen wird, kluge Meditationen zum Leben heute, in denen er die Schraube immer noch weiter drehte. Um in den Genuss davon zu kommen, muss man aber auch lange, quälende Passagen auf sich nehmen, in denen Wallace seine eigenen Depressionen verarbeitete.

Das Buch zählt zur Liga der schwierigen Meisterwerke, keine Frage. Die Frage sei allerdings erlaubt, was es auf einer Bühne verloren hat. Auf den ersten Blick erscheint Wallace’


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