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Kultur kurz

Feuilleton | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Claudio Abbado (1933-2014)

In der Weltkarriere des Mailänder Dirigenten Claudio Abbado spielte Wien eine wichtige Rolle. Hier studierte er beim legendären Hans Swarowsky, hier wurde er 1987 zum Generalmusikdirektor ernannt, hier gründete er 1986 das Gustav-Mahler-Jugendorchester und 1988 das Festival Wien Modern. In den 1970er-Jahren arbeiteten er und der Pianist Maurizio Pollini eng mit dem Komponisten Luigi Nono zusammen; dessen Musiktheater "Al gran sole carico d’amore“ ist Abbado und Pollini gewidmet. 1989 wurde Abbado Herbert von Karajans Nachfolger als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker; auch an der Mailänder Scala, bei den Salzburger Osterfestspielen oder beim London Symphony Orchestra war er leitend engagiert. Am 20. Jänner ist Claudio Abbado nach langer Krankheit in Bologna gestorben. Einen ausführlichen Nachruf lesen Sie nächste Woche im Falter.

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