Stadtrand 

Die Insel der Seligkeit für Raucher

Urbanismuskolumne

Stadtleben | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Birgit Wittstock freut sich über die Rauchmöglichkeit im Korb

Für Raucher bricht man derzeit ungern öffentlich eine Lanze. Wer in Wien ein Kaffeehaus sucht, in dem man zu seinem Kaffee auch noch eine Zigarette genießen kann, sucht meist vergebens. Die Cafés, die über einen eigenen Raucherbereich verfügen, sind selten. Alles, was über 80 Quadratmeter hat, aber nur über einen Raum verfügt, hat quasi Pech gehabt, kann es sich nicht aussuchen und wird automatisch zum Nichtraucherlokal. In Lokalen mit mindestens zwei getrennten Räumen gilt im Hauptraum Rauchverbot. Das betrifft auch das Traditionscafé Korb in der Wiener Innenstadt. Dass ihre Kunden zum Kaffee einen Tschick rauchen können, lässt sich Korb-Chefin Susanne Widl allwöchentlich angeblich ganz schön etwas kosten: Bußgeld. Eigentlich müsste der obere Raum nämlich rauchfrei sein, weil Hauptraum, und unten im Keller dürfte geraucht werden. Zum Rauchen muss man aber trotzdem nicht in den Keller gehen. Erstaunlicherweise funktioniert das Nebeneinander hier ausgezeichnet: Pfeifen und Zigarren sind aus dem Café verbannt und auch sonst wird mit Maß und Ziel gequalmt.


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