Prost!  

Über Gesundheitssäfte, die mehr retten als schmecken

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Holler Vulkan

Stadtleben | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Die Kälte sitzt schon in den Knochen, obwohl der große Winter bisher ausgeblieben ist. Jetzt ist die Zeit gekommen, noch schnell die Reise nach Fernost zu buchen (für all jene, die slow travelling noch nicht auf ihre Fahnen geheftet haben). All jene, die ihre Abwehrkräfte ressourcenschonender stärken wollen, können sich nun des Ingwers, der Zitrusfrucht, des Sanddorns, aber auch der Beere des regional wuchernden Schwarzen Holunders bedienen - eine unglaublich vielseitige Pflanze!

Als helle und intensiv duftende Holunderblüte verzaubert sie mit ihrem feinen Aroma die Sinne, als dunkelrote Beere zu Marmelade, Röster oder Saft verkocht, ist sie mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C, A und B eine Retterin vor den demütigenden Niederungen des Krankenbettes.

Die Holler Vulkan GmbH im steirischen St. Anna/Aigen hat die Eigenschaften des Hollers in ein kleines Glasflaschenformat (250 ml) gepackt. Gemeinsam mit dem Apfel, der Aronia, der schwarzen und roten Ribisel soll sie den Kampf gegen die "freien Radikale“ antreten. Ein tolles Versprechen, das hier auf dem Etikett Gesundheit verheißt. Man konnte sogar einen Universitätsprofessor vom Institut für Angewandte Stressforschung in Judendorf-Strassengel dafür gewinnen, der uns von den antioxidativen Eigenschaften der Polyphenole berichtet. Das ist sehr ehrenwert. Gesundheit und Geschmack lassen sich nur in den seltensten Fällen auf einen Nenner bringen. In dieser Konzentration überwiegt ein saures und pelziges Gefühl auf der Zunge. MS


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