Kunst Kritik

Spannungsbögen für Leinwandreste

Lexikon | MD | aus FALTER 04/14 vom 22.01.2014

Der in Berlin lebende Österreicher Florian Schmidt, Jahrgang 1980, gehört zu einer Generation, für die Formen und Materialien bedeutsam sind. In dem neuen Zyklus "Skip" erzeugt er buchstäblich Spannung, indem er präparierte Keilrahmen verbiegt. In anderen Bildern verwendet Schmidt auffallend breite Rahmen, die dadurch zu eigenständigen Bildelementen werden. Er tackert Baumwoll- und Leinwandreste zusammen und überlagert jene mit gefalteten Kartons. So entstehen Mischungen aus Malerei und Skulptur, die bewusst den Eindruck eines fertigen Kunstwerks vermeiden. Die Oberflächen erinnern manchmal an die Rückseite von Gemälden. Die Befragung des Materials knüpft an Themen der klassischen Moderne an, vermeidet deren Ernsthaftigkeit jedoch durch eine kecke Ironie.

Galerie Andreas Huber, bis 8.3.


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