... so nehme man

Das Essen? Ein Gedicht! Unser Autor nimmt 's wörtlich und reimt zum Thema Pogatsche

Stadtleben | Gedicht: Werner Meisinger | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Man nehme:

Ein Kilo Mehl und wenig Salz, Kandiszucker, Ohrenschmalz pardon - das war der Kinderreim. Als Zutat kommt Gehörgangsschleim für unser Backwerk nicht in Frage. Wir kämen damit in die Lage zu handeln schwerstens ungesetzlich, was strafbedroht ist, wenn vorsätzlich, denn Ohrenschmalz, das find'st du nie im Codex alimentarie.

So nehme man:

Ein Kilo Mehl, 'nen Löffel Salz, 'ne Prise Zucker, Schweineschmalz, von Letzterem der Gramm fünfhundert, was den Vegetarier wundert: Was, fragt der, hat denn das zu suchen in einer Art von Mehlspeiskuchen? Erhellend wirkt hier eine Kunde aus der Geschichte tiefstem Grunde, dass dies Rezept entstand vor Jahren im Land der Südost-Magyaren, wo man für alle fetten Zwecke verwendet das Sekret der Specke.

Das Mehl sei mit dem Schmalz verrührt, des Weiteren dem Teig gebührt ein halbes Kilo schwerer Pfropfen von einem nicht zu mag'ren Topfen. Dergleichen kräftigt ungemein. "Könnt ruhig a bisserl leichter sein", klagt die figurbewusste Dame -für


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