GENOSSE FREUND

EU-Kandidat Eugen Freund wird neu formatiert. Für die Partei geht es nun um mehr als um ein verpatztes Debüt

Politik | PORTRÄT: BARBARA TÓTH | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Der Maulkorb sitzt. Dienstag vor einer Woche war Eugen Freund noch sehr gesprächig. Liebend gerne träfe er sich zu einem Gespräch, vorerst müsse er aber ein wenig zur Ruhe kommen, die Aufregung der letzten Tage habe ihn recht mitgenommen und deshalb fahre er jetzt einmal in seine Kärntner Heimat. Er bitte um Verständnis, Anfang nächster Woche dann sehr gerne. Freund ist ein ausgesprochen höflicher Mann.

Wer immer den bekannten ORF-Journalisten kurz darauf am Handy anrief, erreichte dann nur mehr seinen wortkargen Büroleiter. Anstelle Freunds spricht jetzt Raphael Sternfeld, sein neuer Pressesprecher, der zuvor europapolitischer Berater bei Kanzler Werner Faymann war.

Der schneidige Sternfeld ist weniger höflich, aber das ist derzeit auch nicht sein Geschäft. Er muss einiges einfangen. "Wir machen fürs Erste keine Interviews mehr, es geht nicht um die Person Eugen Freund, sondern um unsere europapolitischen Themen: Jugendbeschäftigung, Finanzmarktregulierung, Kampf gegen Nationalismus."


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