Der Kärntner Reichsapfel

Auch so geht Heuriger: ein altes Wirtshaus, Kärntner Aufschnitt und gute Weine

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Das Gasthaus zum Reichsapfel hinter der Karmeliterkirche war schwarz getäfelt, man bekam hausgemachtes Essen und Wirt Manfred Leitner vermittelte angenehme Souveränität. Die Erinnerungen daran sind zwar schon recht dunkel, aber das Papier des "Wien, wie es isst 1989" ist noch nicht so vergilbt, dass man das nicht noch herauslesen könnte.

Bald danach machte das schöne Gasthaus allerdings dicht, es folgte der Spanier Cadiz und danach ein chinesisches Lokal, dann war drei Jahre lang zu, was man nur bedauern konnte, weil das ja ein wirklich sehr schönes Platzerl war. In das vor drei Wochen Tschinte Rogatschnig einzog, der unter anderem Ossi Schellmanns Summerstage startete und dann zwölf Jahre die Planter's Bar leitete. Und sich immer dachte, sollte er je ein eigenes Lokal haben, dann werde das die Geschichte seiner Kindheit und Jugend erzählen.

Kindheit und Jugend nämlich verbrachte der in Villach geborene Rogatschnig zum Teil im Oberen Gailtal, wo sein Vater als Straßenbaumeister


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