Stadtrand Urbanismuskolumne

Neulich am Helmut-Qualtinger-Airport

Stadtleben | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Für Angeber oder Menschen, die anderen ihren jeweiligen Aufenthaltsort aus anderen Gründen mitteilen möchten, gibt es eine App, mit der sich so was ganz einfach erledigen lässt. Die X sei gerade im Espresso Monika, erfahren Freunde dann von Freunden, der Y stehe irgendwo im Stau, und die Z sitze im Schnösellokal. Als ob man das nicht ohnehin geahnt hätte.

Seit einiger Zeit meldet diese App vermehrt, dass sich jemand auf dem "Helmut Qualtinger International Airport" befindet (klingt ja auch viel schöner als "Flughafen Wien-Schwechat"). Und da fängt der Spaß an. Denn offenbar lässt sich mit der App auch eine Art Paralleluniversum mit lauter erfundenen Namen einrichten: Wien wird schräg. Der WU-Campus wird da zum "Schampus", die Wiener Stadthalle zum "Elvis-Presley-Center", und den neuen Hauptbahnhof widmen wir kurzerhand einer großen Schauspielerin: "Marilyn Monroe Central Station", wieso auch nicht?! Ja, sogar die eigenen vier Wände bekommen auf diese Weise Glam: "Larissa-Marolt-Dschungel" klingt gleich viel toller als einfach nur "daheim". F


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