Die Generationen im Straßenkampf

Bei der Befragung zur Mariahilfer Straße geht es um weit mehr als nur die städtische Verkehrspolitik

GASTKOMMENTAR: CHRISTOPH HOFINGER | Falter & Meinung | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Die geplante Bürgerbefragung zur Verkehrsberuhigung auf der Mariahilfer Straße ist nicht nur juristisch für Feinspitze (siehe Leitartikel Florian Klenk im Falter 4/14), sie bietet auch demoskopisch erstaunliche Überraschungen.

Es war ja zu erwarten, dass sich bei der "Mahü" die größte Kluft zwischen Autofahrern und dem Rest der Anwohner auftut. Nun zeigt sich, dass ganz andere Faktoren die Einstellungen bestimmen -und hier ist der bei weitem wichtigste der Unterschied zwischen Jung und Alt. Die unter 30-jährigen Mariahilfer und Neubauer deklarieren sich um erstaunliche 50 Prozentpunkte häufiger für die Verkehrsberuhigung als die Bewohner ab 60.

Die Alterskluft lässt das eigene Mobilitätsverhalten fast völlig in den Hintergrund treten: Während Autofahrer bis 40 Jahre klar für die Fußgängerzone sind, würden ältere Öffi-Benutzer ohne Auto derzeit ebenso klar dagegen stimmen.

Bei der Mahü ist es offenbar nicht das Sein im Verkehr, das das Bewusstsein in der Verkehrsberuhigung

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