Hoch die leeren Tassen!

Schön verpackte Wirtschaftsmetaphern: Die Wiener Künstlerin und Theoretikerin Kathi Hofer begeht ihr Galeriendebüt

FEATURE: NICOLE SCHEYERER | Feuilleton | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Die Jahre zwischen dem Diplom und dem ersten Galerieauftritt sind für die meisten Künstlerinnen und Künstler eine Durststrecke. Brotjobs, fallweise Ausstellungsbeteiligungen und bestenfalls Stipendien prägen diese Formationsjahre, in denen der Großteil der Kunstuni-Absolventen den Traum vom freien Künstlertum wieder an den Nagel hängt.

Kathi Hofer musste nur drei Jahre "warten": Fotos und Installationen der 1981 in Hallein geborenen Künstlerin werden nun in der Gabriele Senn Galerie gezeigt. Trotz dieser Anerkennung bilden die Unsicherheiten der Künstlerexistenz einen der Subtexte ihrer Einzelschau.

Hofers Ausstellung "New Year's Resolutions" lässt auf den ersten Blick an einen Geschenkshop denken. Auf vier Bürotischen steht ein Arrangement aus Päckchen, Tassen und Plexiglasboxen, darüber hängen Luftschlangen. Anstatt Namen oder Logos tragen die Tassen Aufdrucke wie "Calculation","Revaluation" oder "State of Confidence". Die geschäftsmäßige Anordnung wird durch fotografierte

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