"Jahrhundertbriefe" von Brecht und Helene Weigel

Lexikon | SF | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Ich lerne: gläser +tassen spülen", schrieb Bertolt Brecht zum Jahreswechsel 1923/34 an die junge Schauspielerin Helene Weigel. Es hat den Autor ernsthaft erwischt: Wenn er von ihr getrennt ist, herrschen bei ihm "Starke Langeweile/90% Nikotin/0%Grammophon". Doch Brecht und Weigel waren oft voneinander getrennt, wie Fritz J. Raddatz in der Zeit über den Briefwechsel schreibt: "Wer als Leser in diesen Briefen lebt, lebt in einem Liebes-Zickzack; in einem existenziellen Chaos. Tatsächlich gibt es, auch nach der Heirat, auch nach der Geburt des zweiten Kindes, keinen gemeinsamen Haushalt -fast nie auch nur einen gemeinsamen Aufenthaltsort." Im Volkstheater lesen Claudia Sabitzer und Günter Franzmeier aus den Briefen.

Volkstheater, Empfangsraum, Mo 19.30


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