Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Grätzelarbeit vor der Volksbefragung: Maria auf Mariahilf-Tour

Politik | BARBARA TÓTH | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Einen Caffè Latte für Frau Maria, bitte", sagt die Kellnerin im Maschu Maschu, einem levantinischen Lokal in der Wiener Neubaugasse. Zwei Dutzend Anrainer sind hierher gekommen, um sich bei der Mahü-Info-Tour der Wiener Grünen zu informieren. Oder besser: sich mal abzureagieren. "I wü kan begegnen, wozu brauch i a Begegnungszone?", schimpft ein weißhaariger Mann am Ecktisch. "Radlfoan kann i auf der Donauinsel. Des muss i ned auf der Mahü", fällt sein Nachbar ein. Maria Vassilakou redet drei Tische weiter auf drei graumelierte Damen ein. Wo soll man gehen? Wo fahren die Taxis? Wie kann ich die Mahü queren? Es geht um sehr konkrete Fragen. Vassilakous Caffè Latte bleibt lange unberührt.

Was Sozialforscher beschreiben, zeigt sich auch im Maschu Maschu (siehe Kommentar von Christoph Hofinger auf Seite 6): Die Mahü spaltet die Generationen. Die Älteren sind skeptisch, die Jüngeren freuen sich drauf. F


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