Die Ukraine, ein Land im Machtvakuum

Wer den Aufstand in Kiew verstehen will, sollte diese Schriften lesen - eine Übersicht

Politik | Rezension: Andreas Kappeler | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Als die Ukraine im Jahr 1991 unabhängig wurde, war sie ein unbekanntes Land. Falls die Ukrainer überhaupt wahrgenommen wurden, betrachtete man sie als Russen, die einen russischen Dialekt sprachen, aber keine eigene Sprache, Hochkultur und Geschichte hatten. Daran änderte sich auch in den folgenden Jahren wenig, und das nach Russland territorial größte Land Europas hatte noch immer keinen festen Platz auf der mentalen Landkarte der Westeuropäer.

Dies änderte sich im Winter 2004, als völlig unerwartet zehntausende von Ukrainerinnen und Ukrainern auf die Straße gingen, um gegen Fälschungen bei den Präsidentenwahlen zu protestieren.

In der "Orangen Revolution" gelang es ihnen, die Wahlen annullieren zu lassen, und aus der Wiederholung ging statt Viktor Janukowytsch der Reformpolitiker Viktor Juschtschenko als Sieger hervor. Während Wochen waren im Fernsehen Bilder vom Unabhängigkeitsplatz in Kiew, dem Majdan, von Juschtschenko und der charismatischen Julia Tymoschenko zu sehen.

Erste


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige