Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Indoor-Grätzel 3: Opernpassage, die Kettenbrücke


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Warum an den Stadtrand schweifen, wenn das Unterirdische liegt so nah. Zwischen Oper und Karlsplatz zum Beispiel, die Opernpassage, 1955 ein Aufbäumen des städtebaulichen Modernismus. Es gab sogar eine Rolltreppe, die erste Wiens. Und jede Menge Geschäfte mit vollverglasten Schaufenstern. Und ein cooles Café in der Mitte, das "Rondo" hieß und sogar einen Indoor-Schanigarten hatte, ein G3 der 1950er-Jahre gewissermaßen.

Okay, mit der Karlplatzpassage Ende der 1970er-Jahre war's dann vorbei mit der Pracht, hier bekam man Kramuri, 3-D-Bilder, zahlreiche verbotene Medikamente, direkten Zugang zu diversen verruchten Karlsplatz-Lokalen und generell einen schlechten Eindruck.

Eine Passage zum Passieren

Jetzt wurde saniert, keine Geschäfte mehr, keine Sandler, die Passage ist jetzt so grell, dass man erst recht möglichst schnell durch will. Das kulinarische Angebot fügt sich da ins Bild: ein McDonald's, den's eh schon lange gibt und der sogar Ausblick in den abstrakten Girardipark bietet,

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