Theater Kritik

Clevere Unterhaltung in drei Versionen

Lexikon | SARA SCHAUSBERGER | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Albtraumsituation im Intellektuellenhaushalt von Henri (Oliver Baier) und Sonja (Barbara Horvath): Die Finidoris (Nicolaus Hagg und Sinikka Schubert) kommen einen Tag zu früh zum Abendessen. Der Astrophysiker Henri ist karrieretechnisch angewiesen auf Hubert Finidori, der Kühlschrank bis auf ein paar Appetithäppchen leer und das Kind flennt unaufhörlich. In "Drei Mal Leben" (Regie: Michael Gampe) wird dieser Abend, an dem das hervorragende Ensemble unterschwellig bös zueinander ist und sich mit massenhaft Rotwein betrinkt, gleich in drei Varianten durchgespielt. Ein Ledersofa und ein Couchtisch sind das Setting für eine gutbürgerliche Gesellschaft, die Yasmina Reza in ihrem pointierten Text effektvoll auflaufen lässt.

Stadttheater Walfischgasse, So 18.00, Mi 20.00


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