Der Gschnas der Revolution

In dem in der Secession abgehaltenen Salon Klimbim beschworen kritische Künstler die hedonistische Kraft der Utopie

Feuilleton | REPORTAGE: MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Die Wiener Kunstszene hat eine heiße Woche hinter sich. Am 23. Jänner begann der sogenannte Rundgang der Akademie der bildenden Künste, bei dem sich drei Tage lang die Klassen in Form von Ausstellungen und Performances präsentieren. Danach zog die Kunstkarawane weiter in die nahegelegene Secession, wo das von den Künstlern Oliver Ressler und Ines Doujak initiierte Projekt "Utopian Pulse" vom Stapel gelassen wurde.

Aus dem im Hauptraum errichteten Zirkuszelt ertönten italienische Schlager; an der "Golem-Bar" wurden Cocktails gereicht. "Utopie ist ein zu Unrecht in Verruf geratener Begriff", sagt Oliver Ressler. Der Performancereigen "Salon Klimbim" war der Auftakt einer Ausstellungsserie, die im September 2014 in der Secession stattfinden wird.

"Hier herrscht kein Dress-Code des Denkens und keine Utopie-Polizei, sondern Politik und Party, Tanz und Tollheit", hieß es im Ankündigungstext. Während in kapitalismuskritischen Veranstaltungen in der Regel die Klage über den bösen Neoliberalismus


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige