Szenen einer Scheidung

Die Schließung der Wiener Generali Foundation belegt: Die Wirtschaft hat den Spaß an der zeitgenössischen Kunst verloren


RATING: MATTHIAS DUSINI
Feuilleton | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Nur ein einziges Mal wird Dietrich Karner, ehemaliger Chef der österreichischen Generali-Gruppe, etwas lauter: "Das hier ist ein internationaler Konzern. Warum kapiert das denn keiner?"

Der schmächtige, ansonsten so zurückhaltend auftretende Ex-Manager verteidigte im Rahmen eines Pressegesprächs am 21. Jänner die Entscheidung, die Generali Foundation von Wien nach Salzburg zu verlegen und dort an das Museum moderner Kunst anzugliedern.

Damit verliert Wien eines seiner wenigen Zentren zeitgenössischer Kunst von internationaler Strahlkraft (der Falter berichtete). Für Karner war der Deal mit den Salzburger Landespolitikern hingegen die letzte Möglichkeit, den Fortbestand des von ihm vor 25 Jahren gegründeten Projekts zu sichern. Am 31. Jänner wird Karner 75 Jahre alt, dann wird er auch seinen letzten Einfluss im Aufsichtsrat verlieren.

Das von der Zentrale in Triest angeordnete Sparprogramm würde, so viel ist sicher, auch die Kunstförderung betreffen. Rund 500.000 Euro an Personal-und

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