Kunst Vernissagen

Gezeichnete Wunderwelt mit leisem Plätschern

Lexikon | NS | aus FALTER 05/14 vom 29.01.2014

Seit Ende der 1980er-Jahre arbeiten die beiden in Brüssel ansässigen Künstler Jos de Gruyter und Harald Thys bereits zusammen. Gemeinsam haben sie vor allem Videos produziert, in denen sie mit Dummys eine obskure Parallelwelt inszenieren. Ihr Stil ist dabei von absichtlichem Dilettantismus gekennzeichnet. Für ihre jetzige Ausstellung in der Kunsthalle Wien schwebt dem Künstlerpaar ein "Ort der Stille" vor, der schwarzweiße Zeichenkunst mit dem leisen Plätschern eines Brunnens verbindet. Ihre Ausstellung nennen Gruyter und Thys "Das Wunder des Lebens" und sie pflastern die Wände mit 500 Zeichnungen voll. Die Motive umfassen alles, "von Wetterkarten und Stadtansichten über Autos, Flugzeuge, Menschengruppen, Wäschebeutel, Herrenschuhe bis zu Malereimern, Restaurantszenen, Schokocreme-Rezepten, Hundeschulen, Unterwasserwelten und Käseplatten".

Kunsthalle, Do 19.00; bis 4.5.


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