"Wie ein Schweben in anderen Welten"

Die Karriere von Petra Kronberger führte in nur fünf Jahren zu zwei Olympia-Goldmedaillen, einem WM-Titel und drei Gesamtweltcup-Siegen. Jetzt ist sie zurück und spricht über ihre alte Liebe, das Skifahren, und darüber was aus dem Spitzensport geworden ist

Stadtleben | Interview: Johann Skocek | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

Was haben Petra Kronberger und Woody Allen gemeinsam? Beide waren auf dem Cover des Time Magazine. Das Heft mit "Petra The Great" erschien eine Woche vor dem Damenslalom der Olympischen Winterspiele 1992 in Albertville. Als sie am 20. Februar 1992 im Slalomziel abschwang, wusste sie, dass sie gewonnen hatte und das Leben ihr nun die Freiheit gewähren würde, die nur ein in Erfüllung gegangener Traum ermöglicht. Der Olympiasieg in der Kombination eine Woche zuvor war auch schön gewesen. Aber "Slalom-Olympiasiegerin", das klingt doch noch ganz anders.

Was sie in diesem Augenblick, der das Urteil des Time Magazine im Nachhinein bestätigte, selber noch nicht wusste: Auf den Tag zehn Monate später, nach einem quälend verlaufenen Saisonbeginn ohne Sieg, sagte sie nach dem Super G von Lake Louise zum Skirennsport Pfiat Gott.

Petra Kronberger verschwand aus dem Winterbild, studierte Kunstgeschichte, heiratete, lebte in Berlin und Hamburg, ließ sich scheiden und kehrte nach Salzburg zurück.


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