Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Xaver Bier

Über ein Bier, das sich chichi anhört, aber nicht so schmeckt

Stadtleben | MS | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

In der Hasnerstraße, da, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, wird nun Bier gebraut. Die Ottakringer Brauerei bekommt Konkurrenz, und das auf sage und schreibe 50 Quadratmetern. So wenig Platz brauchen nämlich die beiden Braumeister von Xaver Bier, die sich nur nebenberuflich dem Biermachen verschrieben haben. Auf der Webseite www. xaverbrauerei.com bekommt man einen "kleinen" Eindruck davon, was es für eine Brauerei heißt, Platz zu sparen. Das übersichtliche Sortiment umfasst ein Pale Ale, das Wit Bier und seit dieser Woche ein "pechschwarzes" Stout mit amerikanischem Hopfen.

Persönlicher Favorit ist das Wit Bier, ein nach belgischem Rezept fabriziertes leichtes Bier aus Weizen, das mit Koriander und Bitterorangen versetzt wurde. Das hört sich entsetzlich aufdringlich an, ist es aber keineswegs, weil sich die mitgebrauten Ingredienzien gediegen in das Hopfen-Malz-Material fügen. Fein und gleichzeitig bitter ist es, was genau der richtige Geschmack für jene schönen Abende draußen ist, an denen es angeblich wieder warm sein wird. Das Fluc hat schon "angebissen" und verkauft seit kurzem Xaver Bier: das Pale Ale, vom Fass sogar.

Was das Corporate Design angeht, gibt man sich gewitzt und ehrlich: Das Etikett zeigt einen, der richtig zu trinken vermag, und das mit höchsterhobenem Glas. Ja, und als Geschenk unter Trinkfreudigen bietet sich das hübsche Bierglas an, das feilgeboten wird. Menschen stellen Getränke her, und man erfreut sich daran! Schön!


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